Wenn draußen die Tage kürzer werden, sorgen selbst gebastelte Windlichter für eine besonders gemütliche Atmosphäre. Gepresste Herbstblätter verwandeln ein einfaches Schraubglas in eine wunderschöne Herbstdekoration. Sobald im Inneren ein Licht leuchtet, kommen die unterschiedlichen Farben und feinen Blattadern besonders schön zur Geltung.

Das herbstliche Windlicht lässt sich mit Kindern gestalten und eignet sich als Tischdekoration, kleines Mitbringsel oder selbst gemachtes Geschenk.

Material für das herbstliche Windlicht

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Tipp: Serviettenkleber mit mattem Finish eignet sich besonders gut für das Windlicht, da er nach dem Trocknen nahezu durchsichtig wird. Auch ein Set mit weichen Decoupage-Pinseln und wiederverwendbare LED-Teelichter passen gut in die Materialliste und können für viele weitere Bastelprojekte verwendet werden.

Herbstblätter sammeln

Sammelt möglichst kleine, dünne Herbstblätter in verschiedenen Farben. Große und sehr feste Blätter lassen sich nur schwer an die Rundung des Glases anpassen. Gut geeignet sind beispielsweise kleine Ahorn-, Birken- oder Buchenblätter.

Die Blätter sollten noch nicht vollständig ausgetrocknet oder brüchig sein. Entfernt vorsichtig Erde und andere Verschmutzungen. Feuchte Blätter tupft ihr mit Küchenpapier ab.

Herbstblätter pressen

Legt die gesammelten Blätter einzeln zwischen mehrere Lagen Zeitungspapier oder Küchenpapier. Danach werden sie für einige Tage in ein schweres Buch gelegt. Stapelt weitere Bücher darauf, damit die Blätter möglichst flach trocknen.

Mit einer Blumenpresse könnt ihr gleich mehrere Blätter übersichtlich und gleichmäßig pressen. Achtet darauf, dass die Blätter vollständig trocken sind, bevor ihr sie auf das Glas klebt.

Schraubglas vorbereiten

Spült das leere Glas gründlich aus und entfernt das Etikett. Kleberückstände lassen sich häufig mit warmem Wasser, etwas Spülmittel und Speiseöl lösen.

Trocknet das Glas anschließend sorgfältig ab. Die Oberfläche muss sauber, fettfrei und vollständig trocken sein, damit der Kleber gut hält.

Gestaltung des Windlichts planen

Legt die gepressten Blätter zunächst probeweise neben das Glas. Überlegt, ob ihr nur wenige einzelne Blätter oder die gesamte Glasfläche dekorieren möchtet.

Besonders schön wirkt das Windlicht, wenn zwischen den Blättern kleine freie Flächen bleiben. Durch diese kann das Licht später ungehindert nach außen scheinen. Große Blätter könnt ihr vorsichtig in kleinere Stücke teilen.

Gepresste Blätter aufkleben

Streicht einen kleinen Bereich des Glases dünn mit Serviettenkleber ein. Legt das erste Blatt darauf und drückt es vorsichtig mit dem Pinsel fest. Arbeitet dabei von der Mitte des Blattes nach außen.

Tragt anschließend eine weitere dünne Schicht Kleber über das Blatt auf. Dadurch wird es versiegelt und liegt besser an der gewölbten Glasfläche an. Wiederholt diesen Schritt mit den übrigen Blättern.

Verwendet nicht zu viel Kleber auf einmal. Eine dünne Schicht trocknet gleichmäßiger und verhindert, dass sich größere milchige Stellen bilden.

Alternative mit Transparentpapier

Wenn die Blätter sehr trocken oder uneben sind, könnt ihr das Glas zunächst mit hellem Transparentpapier bekleben. Reißt das Papier in kleine Stücke und befestigt diese leicht überlappend mit Serviettenkleber.

Anschließend werden die gepressten Blätter daraufgesetzt. Das Transparentpapier verteilt das Licht weich und lässt das Windlicht besonders warm leuchten.

Windlicht trocknen lassen

Stellt das beklebte Glas aufrecht auf die Bastelunterlage und lasst es vollständig trocknen. Abhängig vom verwendeten Kleber kann das mehrere Stunden dauern.

Während des Trocknens sieht der Serviettenkleber häufig noch weißlich aus. Sobald er vollständig getrocknet ist, wird er transparent. Erst danach solltet ihr das Windlicht weiter verzieren.

Glasrand dekorieren

Wickelt ein Stück Jutekordel oder ein herbstlich gefärbtes Band mehrfach um den oberen Glasrand. Verknotet die Enden oder bindet eine kleine Schleife.

Auf die Schnur können zusätzlich Holzperlen oder kleine Herbstanhänger gefädelt werden. Achtet darauf, dass die Dekoration nicht in die Öffnung des Glases hängt.

Windlicht zum Leuchten bringen

Stellt ein LED-Teelicht in das fertige Glas. Eine kurze batteriebetriebene LED-Lichterkette eignet sich ebenfalls sehr gut und verteilt das Licht gleichmäßig im gesamten Windlicht.

Bei einem Bastelprojekt mit Kindern ist ein LED-Licht die sicherste Variante. Es entwickelt kaum Wärme und kann nicht versehentlich eine Flamme oder heißes Wachs verursachen.

Sicherheitshinweis

Verwendet für dieses Windlicht am besten ausschließlich LED-Teelichter. Die aufgeklebten Blätter, Papierstücke und Bänder sind brennbar. Ein echtes Teelicht sollte daher nicht unbeaufsichtigt und nicht gemeinsam mit kleinen Kindern verwendet werden.

Falls ihr dennoch eine echte Kerze verwenden möchtet, dürfen sich im Inneren des Glases keine brennbaren Materialien befinden. Das Glas muss ausreichend groß sein und auf einer hitzebeständigen, standsicheren Unterlage stehen.

Ideen für die Verwendung

Das herbstliche Windlicht eignet sich wunderbar:

  • als Dekoration auf dem Esstisch
  • für ein gemütliches Herbstfenster
  • als kleines Geschenk für die Großeltern
  • als selbst gemachtes Mitbringsel
  • für eine Herbstfeier im Kindergarten oder in der Schule
  • als Dekoration für ein Laternen- oder Erntedankfest

Mehrere unterschiedlich große Gläser ergeben zusammen ein besonders stimmungsvolles Arrangement. Ihr könnt jedes Glas mit anderen Blattformen und Herbstfarben gestalten.

Basteln mit Kindern

Jüngere Kinder können die gepressten Blätter auswählen und auf dem Glas verteilen. Beim Auftragen des Klebers und Glattstreichen benötigen sie möglicherweise etwas Unterstützung. Kleine Falten sind dabei überhaupt nicht schlimm – sie unterstreichen den natürlichen Charakter des Windlichts.

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